Warum frühe Verluste wichtig sind
Wenn Du während schwacher Börsenjahre Geld entnimmst, können Verluste am Anfang einer Entnahmephase besonders stark wirken. Nach einem Kursrückgang musst Du für denselben Geldbetrag mehr Anteile verkaufen. Diese Anteile fehlen bei einer späteren Erholung.
Das Beispiel aus der Grafik
Startkapital: 100.000 Euro. Jeweils am Jahresende werden nach der Jahresrendite 10.000 Euro entnommen. Kosten und Steuern bleiben unberücksichtigt. Beide Abläufe enthalten dieselben sechs Renditen in umgekehrter Reihenfolge.
| Jahr | Gewinne zuerst: Rendite | Vermögen nach Entnahme | Verluste zuerst: Rendite | Vermögen nach Entnahme |
|---|---|---|---|---|
| 1 | +20 % | 110.000 € | −20 % | 70.000 € |
| 2 | +15 % | 116.500 € | −15 % | 49.500 € |
| 3 | +10 % | 118.150 € | −10 % | 34.550 € |
| 4 | −10 % | 96.335 € | +10 % | 28.005 € |
| 5 | −15 % | 71.885 € | +15 % | 22.206 € |
| 6 | −20 % | 47.508 € | +20 % | 16.647 € |
Ohne Entnahmen wäre der Endwert gleich
Bei derselben Startanlage und ohne Ein- oder Auszahlungen ergibt dieselbe Renditefolge in anderer Reihenfolge denselben Endwert. Die laufenden Entnahmen ändern das: Vermögen verlässt die Anlage zu unterschiedlichen Kursständen.
Was das Risiko mindern kann
- Eine Liquiditätsreserve für Entnahmen
- Eine flexible Entnahmehöhe
- Eine breitere Mischung mehrerer Anlageklassen
- Prüfung des Risikos vor und während der Entnahmephase
Risiko verstehen · Version 2.0 · Stand: September 2026.